Über
die Tübinger Poetik-Dozentur
Die
Tübinger Poetik-Dozentur versteht sich als Forum der kulturellen
Begegnung. Studenten, Dozenten, Universitätsangehörige,
eine breite Öffentlichkeit aus Tübingen und Umgebung
haben hier die Gelegenheit, herausragende Autorenpersönlichkeiten
aus dem In- und Ausland unmittelbar kennenzulernen und mit
ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie initiiert und intensiviert
damit immer wieder den inneruniversitären Dialog über
die Fächergrenzen hinweg und lädt zudem zum kulturellen
Austausch zwischen Universität und Stadt, Universität
und Region ein.
Gerade
die Verbindung von Literatur und Philosophie, Wissenschaft
und öffentlicher Debatte soll in dieser Veranstaltungsreihe
thematisiert und gestärkt werden. Es geht in den Vorlesungen
und Workshops der verschiedenen Dozentinnen und Dozenten um zentrale
Fragen der Kunst, Kultur, Politik und Philosophie, die sowohl
ein Fachpublikum beschäftigen als auch eine interessierte
Öffentlichkeit erreichen. Dass dies kein Widerspruch
ist, beweist der Erfolg der Tübinger Poetik Dozentur. Sie
bietet eine spezifische Form des in Deutschland oft vermissten
intellektuellen Diskurses an, der Literatur, Wissenschaft und
Öffentlichkeit verknüpft.

(von
links nach rechts: Manfred Koch, Philipp Ostrowicz, Lars Gustafsson,
Maik Bozza, Dorothee Kimmich) - Photographie von Henrike Lähnemann,
2005.
Die
Tübinger Poetik-Dozentur ist eine Projekt der Adolf
Würth GmbH & Co KG in Künzelsau und
wird seit mittlerweile über 10 Jahren vom Deutschen Seminar
der Universität Tübingen ausgerichtet. Geleitet wurde
sie von 1996 bis 2004 von Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, der
sie zu einer festen Institution im Tübinger Kultur- und Universitätsleben
machte. Seit 2005 wird die Poetik-Dozentur von Prof. Dr. Dorothee
Kimmich geleitet.
Einmal
im Jahr, im allgemeinen in den Monaten November/Dezember, werden
zwei Autoren oder Autorinnen, die vier Vorlesungen halten
sowie drei Lehrveranstaltungen für Studierende der Universität
anbieteten. Diese Lehrveranstaltungen werden, je nach Vorgabe
der Dozenten, Seminare oder praktische Kurse im Sinn einer Schreibwerkstatt'
sein. Die Poetikdozentur ist auf diese Weise auch fester Bestandteil
des universitären Lehrangebots. Am Ende der ca. vierzehntägigen
Poetik-Dozentur steht ein Podiumsgespräch, zu dem weitere
Autorinnen/Autoren eingeladen werden, die thematisch oder persönlich
mit dem jeweiligen Preisträger eng verbunden sind.
Poetikdozenten
im Wintersemester 2004/2005 waren die Schriftstellerin Ruth Klüger
sowie der Schriftsteller Doron Rabinovici
.
Poetikdozenten
im Wintersemester 2005/2006 waren der Schriftsteller Lars Giustafsson
sowie der Schriftsteller Peter Bieri (Pascal Mercier).
Poetikdozenten
im Wintersemester 2006/07 waren der Schriftsteller Péter
Esterházy sowie die Schriftstellerin Terézia Mora.
Poetikdozenten
im Wintersemester 2007/2008 waren die Schriftsteller Feridun Zaimoglu
und Ilija Trojanow.
Poetikdozenten
im Wintersemester 2008/2009 waren die Schriftsteller Kiran Nagarkar
und Christoph Peters; bei der Podiumsdiskussion war darüber
hinaus auch Ilija Trojanow zu Gast.
Poetikdozenten
im Wintersemester 2009/2010 waren die Schriftsteller Jonathan
Franzen und Adam Haslett; bei der Podiumsdiskussion war darüber
hinaus auch Daniel Kehlmann zu Gast.
Würth-Literaturpreis
Eng
verbunden mit der Tübinger Poetik-Dozentur ist der Würth-Literaturpreis,
der am Ende Dozentur ausgeschrieben. Das Thema stellt
der jeweilige Poetikdozent in seiner letzten Vorlesung. Zur
Teilnahme aufgerufen sind jedoch nicht nur die unmittelbaren Hörer
der Poetikdozentur, sondern alle Autorinnen/Autoren, die sich
literarisch-produktiv mit diesem Thema auseinandersetzen wollen.
Der
Würth-Literaturpreis wurde zusammen mit der Tübinger
Poetik-Dozentur 1996 von der Stiftung
Würth gestiftet und wird von Philipp Ostrowicz
geleitet.
Jury:
Hans-Ulrich Grunder (Erziehungswissenschaftler, Basel); Dorothee
Kimmich (Literaturwissenschaftlerin und Organisatorin der
Poetik-Dozentur, Universität Tübingen); Karl-Heinz
Ott (Schriftsteller, Freiburg); Manfred Papst (Leiter
der Kulturredaktion, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag); Thomas
Scheuffelen (Professor für Literaturwissenschaft, TU
Darmstadt). Geleitet wird die Jury von Philipp Alexander Ostrowicz
(University of Southern Denmark, Odense).
mehr...
Kontakt:
Prof.
Dr. Dorothee Kimmich
Deutsches Seminar
Wilhelmstraße 50
72074 Tübingen
Fon: +49 (0)7071-2975323
Fax: +49 (0)7071-295962
e-mail: kimmich@poetik-dozentur.de
Disclaimer/Impressum