Tübinger Poetik-Dozentur


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Die Tübinger Poetik-Dozentur ist ein Projekt der Adolf Würth GmbH & Co KG, Künzelsau.


aktualisiert am: 28.07.2009

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Über die Tübinger Poetik-Dozentur

Die Tübinger Poetik-Dozentur versteht sich als Forum der kulturellen Begegnung. Studenten, Dozenten, Universitätsangehörige, eine breite Öffentlichkeit aus Tübingen und Umgebung haben hier die Gelegenheit, herausragende Autorenpersönlichkeiten aus dem In- und Ausland unmittelbar kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie initiiert und intensiviert damit immer wieder den inneruniversitären Dialog über die Fächergrenzen hinweg und lädt zudem zum kulturellen Austausch zwischen Universität und Stadt, Universität und Region ein.

Gerade die Verbindung von Literatur und Philosophie, Wissenschaft und öffentlicher Debatte soll in dieser Veranstaltungsreihe thematisiert und gestärkt werden. Es geht in den Vorlesungen und Workshops der verschiedenen Dozentinnen und Dozenten um zentrale Fragen der Kunst, Kultur, Politik und Philosophie, die sowohl ein Fachpublikum beschäftigen als auch eine interessierte Öffentlichkeit erreichen. Dass dies kein Widerspruch ist, beweist der Erfolg der Tübinger Poetik Dozentur. Sie bietet eine spezifische Form des in Deutschland oft vermissten intellektuellen Diskurses an, der Literatur, Wissenschaft und Öffentlichkeit verknüpft.

(von links nach rechts: Manfred Koch, Philipp Ostrowicz, Lars Gustafsson, Maik Bozza, Dorothee Kimmich) - Photographie von Henrike Lähnemann, 2005.

Die Tübinger Poetik-Dozentur ist eine Projekt der Adolf Würth GmbH & Co KG in Künzelsau und wird seit mittlerweile über 10 Jahren vom Deutschen Seminar der Universität Tübingen ausgerichtet. Geleitet wurde sie von 1996 bis 2004 von Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, der sie zu einer festen Institution im Tübinger Kultur- und Universitätsleben machte. Seit 2005 wird die Poetik-Dozentur von Prof. Dr. Dorothee Kimmich geleitet.

Einmal im Jahr, im allgemeinen in den Monaten November/Dezember, werden zwei Autoren oder Autorinnen, die vier Vorlesungen halten sowie drei Lehrveranstaltungen für Studierende der Universität anbieteten. Diese Lehrveranstaltungen werden, je nach Vorgabe der Dozenten, Seminare oder praktische Kurse im Sinn einer ‚Schreibwerkstatt' sein. Die Poetikdozentur ist auf diese Weise auch fester Bestandteil des universitären Lehrangebots. Am Ende der ca. vierzehntägigen Poetik-Dozentur steht ein Podiumsgespräch, zu dem weitere Autorinnen/Autoren eingeladen werden, die thematisch oder persönlich mit dem jeweiligen Preisträger eng verbunden sind.

Poetikdozenten im Wintersemester 2004/2005 waren die Schriftstellerin Ruth Klüger sowie der Schriftsteller Doron Rabinovici .

Poetikdozenten im Wintersemester 2005/2006 waren der Schriftsteller Lars Giustafsson sowie der Schriftsteller Peter Bieri (Pascal Mercier).

Poetikdozenten im Wintersemester 2006/07 waren der Schriftsteller Péter Esterházy sowie die Schriftstellerin Terézia Mora.

Poetikdozenten im Wintersemester 2007/2008 waren die Schriftsteller Feridun Zaimoglu und Ilija Trojanow.

Poetikdozenten im Wintersemester 2008/2009 waren die Schriftsteller Kiran Nagarkar und Christoph Peters; bei der Podiumsdiskussion war darüber hinaus auch Ilija Trojanow zu Gast.

Poetikdozenten im Wintersemester 2009/2010 waren die Schriftsteller Jonathan Franzen und Adam Haslett; bei der Podiumsdiskussion war darüber hinaus auch Daniel Kehlmann zu Gast.

Würth-Literaturpreis

Eng verbunden mit der Tübinger Poetik-Dozentur ist der Würth-Literaturpreis, der am Ende Dozentur ausgeschrieben. Das Thema stellt der jeweilige Poetikdozent in seiner letzten Vorlesung. Zur Teilnahme aufgerufen sind jedoch nicht nur die unmittelbaren Hörer der Poetikdozentur, sondern alle Autorinnen/Autoren, die sich literarisch-produktiv mit diesem Thema auseinandersetzen wollen.

Der Würth-Literaturpreis wurde zusammen mit der Tübinger Poetik-Dozentur 1996 von der Stiftung Würth gestiftet und wird von Philipp Ostrowicz geleitet.

Jury:
Hans-Ulrich Grunder
(Erziehungswissenschaftler, Basel); Dorothee Kimmich (Literaturwissenschaftlerin und Organisatorin der Poetik-Dozentur, Universität Tübingen); Karl-Heinz Ott (Schriftsteller, Freiburg); Manfred Papst (Leiter der Kulturredaktion, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag); Thomas Scheuffelen (Professor für Literaturwissenschaft, TU Darmstadt). Geleitet wird die Jury von Philipp Alexander Ostrowicz (University of Southern Denmark, Odense).

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Kontakt:

Prof. Dr. Dorothee Kimmich
Deutsches Seminar
Wilhelmstraße 50
72074 Tübingen
Fon: +49 (0)7071-2975323
Fax: +49 (0)7071-295962
e-mail: kimmich@poetik-dozentur.de

Disclaimer/Impressum


Publikationen

Kiran Nagarkar, Christoph Peters: Traumbilder des Schreibens, hg. v. Dorothee Kimmich und Philipp Ostrowicz, unter Mitarbeit von Anja Michalski (Künzelsau 2009).

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Feridun Zaimoglu, Ilija Trojanow: Ferne Nähe, hg. v. Dorothee Kimmich und Philipp Ostrowicz, unter Mitarbeit von Maik Bozza (Künzelsau 2008).

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Péter Esterházy: Über die Sprache des 21. Jahrhunderts, hg. v. Dorothee Kimmich und Manfred Koch, unter Mitarbeit von Maik Bozza und Philipp Ostrowicz (Künzelsau 2007).

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Lars Gustafsson: Augenblick und Gedicht, hg. v. Dorothee Kimmich und Manfred Koch, unter Mitarbeit von Maik Bozza und Philipp Ostrowicz (Künzelsau 2006).

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Plakate der
Tübinger Poetik-Dozentur:

Seit 2005 werden zur Information über die Tübinger Poetik-Dozentur Plakate und Folder verwendet, die im gleichen Corporate Design gestaltet sind. Als Motiv wird dabei stets eine Photographie, die in Bezug zu den Autoren oder dem Schwerpunkt ihrer Vorlesungen gesetzt werden kann, verwendet. In den letzten Jahren konnten dafür international renommierte Künstler wie Thomas Demand (2005), Christian Gieraths (2007) oder Jörg Sasse (2008) gewonnen werden. Eine Auswahl der Plakate findet sich hier...